Tarifvertrag baden württemberg groß und außenhandel

2017 betrug das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Baden-Württemberg 496,2 Mrd. € und machte damit 15 % des deutschen BIP aus (hinter dem viel größeren Nordrhein-Westfalen (21%) und Bayern (18%) (Eurostat, 2019). Das Bundesland wurde von der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise schwer getroffen. Zwischen 2008 und 2009 sank das BIP um 6,8 %. Eine Wachstumsrate von 8,3 % zwischen 2009 und 2010 deutet jedoch auf eine rasche Erholung hin. Dieser Trend hat sich mit einer anhaltenden jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 2,97 % zwischen 2008 und 2017 bestätigt (Eurostat, 2019). Mit einem Pro-Kopf-BIP (in Kaufkraftstandards – KKS) von 41.500 € im Jahr 2017 (Eurostat, 2019) liegt BW an zweiter Stelle aller nicht-städtischen Bundesländer (Eurostat, 2019). 2018 belief sich das Exportvolumen Baden-Württembergs auf 203 Mrd. €, was 15,4 % der deutschen Exporte entspricht. Baden-Württemberg ist der größte Exporteur Deutschlands (Statistisches Bundesamt, 2019).

Im Jahr 2018 waren 34,8 % der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe beschäftigt, während der Anteil des Dienstleistungssektors 64,3 % betrug und nur 0,9 % der Beschäftigten im Agrarsektor beschäftigt waren (Eurostat, 2019). Damit ist Baden-Württemberg im Vergleich zum Landesdurchschnitt hochindustrialisiert (Agrarsektor 1,2 %, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe 27,4 % und Dienstleistungssektor 71,4 %). (Eurostat, 2019). Im Jahr 2016 wurden in Baden-Württemberg 466 086 KMU (Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten) (Statistisches Bundesamt, 2019) erfasst. Das sind 99,53 % der Gesamtzahl der in Baden-Württemberg vertretenen Unternehmen. BW ist der drittgrößte Gastgeber für KMU und andere Unternehmen in Deutschland, hinter Nordrhein-Westfalen mit 717 282 Unternehmen und 713 788 KMU auf seinem Gebiet und Bayern mit 622 156 Unternehmen und 619 648 KMU (Statistisches Bundesamt, 2019). Die Stärken der regionalen Wirtschaft sind die Automobilindustrie, die ein Viertel des Industrieumsatzes ausmacht, der immer noch im Umstieg ist, und der Maschinenbau, der 20 % des Industrieumsatzes ausmacht, gefolgt von der Metall- und Elektroindustrie. Die chemische, pharmazeutische und optische Industrie macht viel weniger aus als die drei vorangegangenen Sektoren, aber ihr Anteil an der nationalen Gesamtproduktion ist gestiegen (Baden-Württemberg.de, 2019).

2018 lag die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent, die zweitniedrigste in Deutschland nach Bayern (Bundesdurchschnitt: 3,4 Prozent). (Eurostat, 2019). Mit 6 Millionen Erwerbstätigen entfielen 2018 13,9 Prozent der Erwerbsbevölkerung in Deutschland auf Baden-Württemberg (Eurostat, 2019). Betrachtet man die Zahl der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, so sind 2018 17,8 Prozent der deutschen Unternehmen in BW angesiedelt (Statistisches Bundesamt, 2019), was Baden-Württemberg nach Nordrhein-Westfalen und Bayern zur dritten deutschen Produktionsregion macht. Beim Branchenvertrieb (gemessen an der Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe) weicht das Bundesland nur geringfügig vom Landesdurchschnitt ab (34,8 % der Beschäftigten arbeiten im verarbeitenden Gewerbe Baden-Württemberg gegenüber.